Dem Soja auf der Spur

Dem Soja auf der Spur
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Mediennummer: 4801580
Medienart: Online
Eignung: Mittelstufe, Oberstufe, Berufsschule/PTS, Erwachsenenbildung
Sprache: Deutsch
Produktionsjahr: 2022
Zeit: 00:55:05

Kurzbeschreibung:
Soja ist eines der am heißesten diskutierten Lebensmittel in Österreich. Ganz gleich, ob es um seinen Anbau im brasilianischen Amazonas geht, um seine Verwendung als Schweinefutter oder um die wachsende Bedeutung der Sojabohne als wertvolle Proteinquelle und Fleischalternative. Der Sojaanbau wird oft mit Regenwaldrodung, hohem Pestizideinsatz und gentechnisch veränderten Pflanzen in Verbindung gebracht. Doch der österreichische Anbau von Soja hat mit all dem wenig am Hut. Im Gegenteil: Der Sojaanbau hierzulande kann sogar ökologische Vorteile mit sich bringen.
Außerdem landen rund vier Fünftel der weltweiten Soja-Ernte als Tierfutter im Trog. Lediglich ein Fünftel kommt als Lebensmittel auf den Markt. Insbesondere Schweine und Geflügel werden mit den eiweißreichen Bohnen gemästet. Doch auch in diesem Bereich sieht die Lage in Österreich anders aus: Rund 40 Prozent des hierzulande angebauten Sojas wird direkt zu menschlicher Nahrung verarbeitet – 60 Prozent landet in den Trögen vor allem von Geflügel.
Landet die Bohne nun hauptsächlich im Futtertrog oder im Supermarkt? Vielfach ist es ein „sowohl als auch“. Wird die Bohne verarbeitet, entsteht zweierlei: das Sojaöl und der feste, eiweißhaltige Bestandteil. Das Sojaöl findet vor allem in der Lebensmittelproduktion Verwendung – zu einem weit geringeren Anteil auch in der Industrie. Der sogenannte Extraktionsschrot oder Presskuchen hingegen wird meist Nutztieren verfüttert, auch wenn er für die Lebensmittelherstellung grundsätzlich geeignet wäre.