Der Weg der Tomate in Österreich

Der Weg der Tomate in Österreich
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Mediennummer: 4800342
Medienart: Online
Eignung: Mittelstufe, Oberstufe, Berufsschule/PTS
Einsatz: Allgemeines, Berufsorientierung, Berufsschulen, Biologie/Umweltkunde, Ernährungslehre, Geografie und Wirtschaftskunde, GW - Oberstufe, Gütererzeugung, Hauswirtschaft, Konsumgesellschaft, Land- und Forstwirtschaft / Tiere / Pflanzen, Land- und Forstwirtschaft / Tiere / Pflanzen, Lebens-und Genussmittel / Ernährung, Lebens-und Genussmittel / Ernährung, Lebenskunde, Lebensmittel, Lebensräume, Pflanzenkunde, Volkswirtschaft
Sprache: Deutsch
Produktionsjahr: 2018
Zeit: 00:29:00

Kurzbeschreibung:
Moderne Technologien ermöglichen, dass es das ganze Jahr über frische Tomaten aus heimischem Anbau gibt. Dass wir uns dennoch mit unserem Lieblingsgemüse nur zu 21 Prozent selbst versorgen, liegt vor allem an weiterverarbeiteten Tomaten. Die Hersteller von Ketchup, Sugo und Co verwenden Tomatenmark aus dafür gezüchteten Sorten, oft aus Freilandanbau in China. Im Bereich der Frischtomaten gibt es in Österreich eine Überproduktion, wenn im Hochsommer Bio-Tomatenbauern und Hausgärtner ernten und die Ganzjahreskulturen und Foliengewächshäuser Ernte-Hochsaison haben.

Das meiste Saatgut für österreichische Tomaten kommt von Züchtern in den Niederlanden. Jungpflanzenproduzenten in Österreich oder den Niederlanden ziehen sie heran. Die größten Tomatenproduzenten sind dort, wo die meisten Menschen wohnen, in Wien und Umgebung. In modernen Glashäusern verzichten sie auf Erde und setzen die Tomatenpflanzen in Kokosfaser oder Steinwolle. Eine Nährstofflösung versorgt die Pflanzen. Die Glashaus-Betreiber setzen im Jänner und ernten von März bis November. Möglich ist das mit entsprechender Beheizung. Ein einziges heimisches Glashaus beleuchtet zusätzlich und erntet den ganzen Winter durch. Im Foliengewächshaus wachsen die Tomaten noch in Erde, geerntet wird von Juni bis Oktober. Gemeinsam haben die beiden Anbauformen vor allem, dass sie mehr Nützlinge als Pestizide verwenden. Bio-Tomatenpflanzen wachsen in Österreich immer in Erde.

Setzen, Kulturpflege und Ernte erfolgen immer händisch. Die größten Glashäuser haben bis zu 100 Mitarbeiter angestellt. Für sie gelten österreichische Sozialstandards, mit großen Unterschieden zu anderen Anbauländern, aus denen wir Tomaten importieren. Die meisten österreichischen Tomatenerzeuger sind Gärtner- und Bauernfamilien, die in mehreren landwirtschaftlichen Bereichen aktiv sind. Auch die Betreiber der Ganzjahreskulturen haben eine Familientradition im Gemüseanbau. Sie haben in große Glashäuser investiert und sich auf die Tomate spezialisiert.

Unser Team von BildungsTV hat auch ein Gespräch mit Hannes Royer, dem Obmann und Gründer geführt. Zu finden ist das Interview hier: https://www.youtube.com/watch?v=fg7gM5hH87w